Grundposition der westfälisch-lippischen Direktorenvereinigung zum Thema Inklusion an der Schulform Gymnasium

Die Frage, ob, in welcher Form und unter welchen Rahmenbedingungen Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf an Gymnasien sinnvoll unterrichtet werden können, beschäftigt gerade zur Zeit viele Gymnasien in der Region intensiv. Aus der Diskussion anlässlich eines 2013 abgehaltenen Workshops ist ein Grundlagenpapier entstanden, das die Position der der westfälisch-lippischen Direktorenvereinigung zum Thema Inklusion an Gymnasien (auch unter Einbeziehung der bis jetzt gemachten Erfahrungen) aktuell beschreibt. Das Positionspapier kann man hier einsehen.

Exzerpte zu wichtigen Texten zur Inklusion

Positionspapier der CDU NRW

Positionspapier des DPhV

Podium 1.11. Zeitung der Bertelsmann Stiftung zum Thema

Exzerpt zum Aufsatz „Weiterbildung von Lehrkräften zum Thema Innere Differenzierung – Erfahrungen einer Weiterbildnerin“
Dieser Aufsatz ist deshalb wichtig, weil im Umkehrschluss aus den Erfahrungen Forderungen an zukünftige Fortbildungsplanung entwickelt werden können.

Positionspapier der CDU NRW zu Fragen der Inklusion

Positionspapier der CDU NRW zu Fragen der Inklusion

Unter dem Titel „Teilhabe erfordert Qualität” Inklusion im Bereich Schule hat die NRW CDU ein Positionspapier zu Fragen inklusiven Unterrichtens veröffentlicht.

In diesem Papier werden Anforderungen und Gelingensbedingungen für die Einbindung inklusiven Unterrichtens in dasSchulgesetz Sicht der CDU dargestellt.

Zum Positionspapier

Große Mehrheit der Bundesbürger für Inklusion

Große Mehrheit der Bundesbürger für Inklusion

„Gemeinsames Lernen von Kindern mit und ohne Beeinträchtigungen in einer wohnortnahen Regelschule stößt bei den Bundesbürgern mit über 70 Prozent auf eindeutige Zustimmung”, bewertet VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann die Ergebnisse der aktuellen Infratest Umfrage im Auftrag des VBE anlässlich des Deutschen Lehrertages 2011, der morgen unter dem Motto “individualisieren, integrieren, inkludieren” in Dortmund stattfindet. Die repräsentative Erhebung umfasst sowohl bundesweite als auch landesspezifische Daten für NRW.”
Berlin, 17.11.2011 Quelle Bildungsklick

Aber:

Erfahrungen in Hamburg und Bayern mit Inklusion

Erfahrungen in Hamburg und Bayern mit Inklusion

Für die Diskussion während der Jahrestagung und vorher ist es sicherlich hilfreich, einmal über die Landesgrenzen in die anderen Bundesländer zu sehen, die schon etwas mehr Erfahrung mit der Umsetzung ministerialer Vorgaben auf diesem Gebiet haben. Für Hamburg und Bayern liegen solche Berichte und Positionspapiere der dortigen Kollegen vor.

.Sie finden die Links in der Zusammenfassung.

Schulversuch „Kompetenzzentren für die sonderpädagogische Förderung“

Schulversuch „Kompetenzzentren für die sonderpädagogische Förderung“

Schulministerin Sylvia Löhrmann heute (07.10.2011) auf einer Fachtagung in Düsseldorf::
„Der Schulversuch gibt uns wertvolle Hinweise, wie wir Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen mehr Möglichkeiten für eine wohnortnahe sonderpädagogische Förderung in allgemeinen Schulen anbieten können.“

Dazu ein Zitat aus dem Gutachten:

„9. Schluss
Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung haben die Tür zu mehr gemeinsamem Lernen in heterogenen Lerngruppen an allgemeinen Schulen geöffnet. Sonderpädagogische Diagnostik, Beratung und Förderung sind hierdurch an allgemeinen Schulen normaler geworden.Kompetenzzentren können dabei nicht die Widersprüche zwischen einem strukturell selektiven Schulsystem und dem Anspruch von mehr Inklusion lösen. Hier sind bildungspolitische Entscheidungen notwendig. Sie können auch nicht die Entwicklungsaufgabe für die allgemeinen Schulen übernehmen. Wenn der Weg zu mehr Inklusion konsequent weiter beschritten werden soll, ist es notwendig, den Entwicklungsauftrag klar an die allgemeine Schule in Kooperation mit der Sonderpädagogik und Jugendhilfe zu richten.” S.20
(Unterstreichungen nicht im Original)

Gutachten Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung im Bereich der Lern- und Entwicklungsstörungen in Nordrhein-Westfalen
Prof. Dr. Rolf Werning unter Mitarbeit von Dipl.-Päd. Simon Lohse M.A.

Zum Gutachten …

Das Recht auf Miteinander

Ein Streitgespräch in der ZEIT zwischen Thomas Stöppler und Ulf Preuss-Lausitz.

Zur pdf Version des Artikels …

Als erste Anregung und Hinweis, dass dies Interview aus dem Jahr 2010 nicht journalistisch weichgespült ist, hier ein Auszug:

Preuss-Lausitz: Wir finden natürlich auch in Integrationsschulen mal guten und mal schlechten Unterricht. Aber das spricht nicht gegen das Prinzip der Inklusion.
Ob der Unterricht gelingt oder nicht, hängt selten vom konkreten Kind ab, sondern liegt meist an der Teamkompetenz der Lehrer oder der Zusammenarbeit mit den Eltern.

Stöppler: Das ist Unsinn. Sonderpädagogik erfordert eine hochkomplexe Didaktik, die stets auf das einzelne Kind zugeschnitten werden muss. Ob das gelingt, hängt nicht davon ab, ob irgendjemand zufällig mit einem anderen gut kann.

ZEIT: Sondern womit?

Stöppler: Ob der Lehrer gut ausgebildet ist und ob das pädagogische Umfeld
stimmt. Ein schwerst verhaltensauffälliges Kind etwa benötigt ein klar strukturiertes Lernarrangement, während ein massiv lernbehindertes Kind eine eher offene Lernsituation braucht, wo es etwas entdecken kann. Ein hörbehindertes Kind braucht eine gute Ausleuchtung, um das Mundbild ablesen zu können – für blendempfindliche sehbehinderte Kinder bedeutet aber helles Licht eine erhebliche Einschränkung. Diese Schüler kann man nicht alle mit gesunden Kindern so nebenbei im Klassenraum unterrichten!

Preuss-Lausitz: Aber Kollege Stöppler, die Vorstellung, man benötige für unterschiedliche Kinder getrennte Didaktiken, ist eine Pädagogik des 19
Jahrhunderts.

Auf dem Weg zur Inklusion – eine „Kultur des Behaltens“

Auf dem Weg zur Inklusion – eine „Kultur des Behaltens“

von Sylvia Löhrmann, Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Ziel der Inklusion ist es, das gemeinsame Leben und Lernen von Menschen mit und ohne Behinderungen als gesellschaftliche Normalform zu etablieren. Darüber herrscht im Grundsatz auf politischer und gesellschaftlicher Ebene Einigkeit. Eine „Kultur des Behaltens“ zu entwickeln und zu leben, ist eine Herausforderung. Aber worum geht es beim Thema „Inklusion“ eigentlich?
Auf dem Weg zur Inklusion – eine „Kultur des Behaltens“